Lese- und Filmnacht einmal anders
25 maskierte Bücherwürmer verbrachten eine Nacht in der Bücherei
Rund 25 Mädchen und Buben im Alter von 9 bis 11 Jahren folgten der Einladung der Gemeindebücherei, eine Nacht bei Spiel und Spaß, Tanz,
Pantomime, Film schauen und Vorlesen in der Bücherei zu verbringen.
Lehrerin Martina Daferner und Büchereileiterin Herta Hanninger hatten alle Hände voll zu tun, um die „Rasselbande“,
die überwiegend in fantasievollen Masken erschienen war, zu unterhalten. Aber auch die Kinder selbst trugen sehr zum Gelingen der Lesenacht bei.
Bei Rollenspielen, Showtanz, Pantomime ließen sie sich nicht zweimal bitten und brachten ihre ganze Phantasie und Darstellungskraft ein.
Der ebenso spannende wie verblüffende Trick-Spielfilm „ Ein Fall für die Borger“ von Peter Hewitt fand ausnahmslos großen Anklang,
etwas weniger vielleicht das „Ansinnen“ der beiden Betreuerinnen, vorgegebene Bilderbuchgeschichten auf einem Blatt Papier mit eigenen Worten fortzuführen.
Die Mühe soll sich aber lohnen, denn die besten Aufsätze werden nach den Faschingsferien mit einem Buchpreis belohnt.
Nach einer ruhigen, wenn auch kurzen Nacht, zu der die Kinder mit kleinen heiteren und auch nachdenklich stimmenden Vorlesegeschichten
in den Schlaf „gelullt“ wurden, und einem kräftigen gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen, durften die Eltern ihre leicht erschöpften Sprösslinge
wieder in Empfang nehmen. Einhellig herrschte aber die Überzeugung: Bei der nächsten Lesenacht sind wir wieder dabei!
Nach einer langen Nacht: Abschiedsdemonstration der Pappnasen
(von letzteren durfte jedes Kind ein Exemplar als Erinnerung mit nach Hause nehmen).
Stadtwerke spenden 500 € an Bücherei
Winhöring. Jedes Jahr zu Weihnachten fördern die Stadtwerke Mühldorf öffentliche Einrichtungen im Bereich
ihres Versorgungsgebietes mit einer großzügigen Geldspende. In diesem Jahr durfte sich die Leiterin
der Gemeindebücherei Winhöring, Herta Hanninger, über die Summe von 500 Euro freuen.
Die Scheckübergabe fand kürzlich in der Bücherei statt.
Wie Bürgermeister Hans Daferner betonte, soll das Geld zusätzlich zum üblichen Medienetat ausgegeben werden,
für Jugendbücher oder auch Veranstaltungen, Lesungen und dergleichen.
Voraussichtlich wird die Spende für eine Aufstockung im Jugendsachbuchbereich verwendet werden.
Im kommenden Jahr plant die Bücherei die Anschaffung von sogenannten „Medienkisten“ für den Sachkundeunterricht
an der örtlichen Grund- und Hauptschule, dafür komme diese Spende gerade zum richtigen Zeitpunkt, so Hanninger.

Das Foto zeigt von links: Bürgermeister Hans Daferner, den Leiter der Mühldorfer Stadtwerke Stephan Rösner,
Büchereileiterin Herta Hanninger und Alfred Lehmann von den Stadtwerken.
Erfreulicher Besuch beim letzten „Kinderkino“ in diesem Jahr
„Pettersson und Findus“ – der freundlich-kauzige alte Mann und sein sprechender Kater waren erwartungsgemäß Magneten für das letzte Kinderkino in diesem Jahr. In „Morgen, Findus, wird’s was geben“ erlebten die 42 kleinen und ein paar große Besucher die Vorfreude des kleinen Katers Findus auf Weihnachten, aber ebenso das Gezeter und den Aufruhr der diesem Fest zunächst eher abgeneigten „Hühnermeute“ , sowie die komplizierten, stressreichen Vorbereitungen des alten Pettersson. Aber, wie soll’s auch anders sein – am Ende herrschten doch allseits „Friede, Freude, Eierkuchen und fröhliche Weihnachten“!
Das Kinderkino wird im Januar fortgesetzt mit „Der vierte König“, einer humorvollen Neufassung der „Drei-Königs-Geschichte“, die den Kern bibelgetreu wiedergibt.
Die sechs Gewinner unseres Adventrätsels
Zwei Bücher-Rallyes zum Thema „Meer“ standen heuer zur Auswahl beim sog. „Adventrätsel“, das die Bücherei jedes Jahr im Advent anbietet: „Viel Meer entdecken“ für 10 bis 14 jährige und „Viel Meer entdecken – mini“, eine etwas leichtere Variante für die kleineren Bücherfreunde von 6 – 9 Jahren. Zu gewinnen gab es wie immer Lesestoff, attraktive Sachbücher oder „angesagte“ Jugendromane.
Leider ließ die Teilnehmerzahl heuer sehr zu wünschen übrig – was andererseits die Gewinnchancen für die Ratefüchse erhöhte.
Von insgesamt 13 abgegebenen Fragebögen waren zwei falsch beantwortet. Aus den restlichen 11 wurden aus jeder Altersgruppe drei glückliche Gewinner gezogen, die ihre Preise in der Bücherei inzwischen abholen durften.
Auf dem Foto von links: Johannes Demmelhuber, Katharina Anglhuber, Markus Schamarek, Seppi Brolich, Laurin Hansbauer und Florian Rappmannsberger.
Julia Haidbauer ist die Winhöringer Siegerin im Vorlesewettbewerb
Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jedes Jahr vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen,
Bibliotheken, Schulen und sonstigen kulturellen Einrichtungen veranstaltet. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und
zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben.
Fast 700.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Schulklassen beteiligen sich jedes Jahr.
Wie in jedem Jahr, fand auch heuer die Ausscheidung, d.h. die Ermittlung des besten Vorlesers, bzw. der besten Vorleserin der Volksschule Winhöring,in der Bücherei statt.
Die Schüler sind eingeladen, ihre jeweiligen Lieblingsbücher vorzustellen und eine kurze Passage daraus vorzulesen. Alle vier Winhöringer Bewerberinnen hatten sich gut auf die Ausscheidung vorbereitet und stellten ihre jeweiligen Lieblingsbücher routiniert vor. Beim Lesen des obligaten „unbekannten Textes“ bewies schließlich Julia Haidbauer die besseren Nerven. Insgesamt setzte sie sich nach Meinung der Jury knapp gegen ihre drei Mitbewerberinnen (Theresa Eberl, Anna-Lena Huber u. Sonja Schwarz) durch und wird somit für ihre Winhöringer Schule beim Kreiswettbewerb ins Rennen gehen.
Das Foto zeigt die Siegerin Julia Haidbauer (dritte v.re), zusammen mit ihren Mitbewerberinnen, sowie Rektor Franz Trifellner u. Klassenlehrerin Christine Metze-Seemann (zweite von re.).
„La vie en rose“ – die zweite „WeinLese“ war ein voller Erfolg
Lesung und musikalische Darbietungen vom Feinsten rund um Frankreich
„La vie en rose“ – unter diesem Motto fand die diesjährige „Weinlese“ in der Gemeindebücherei statt, eine Veranstaltung, die sich aufgrund des großen Zuspruchs wohl für längere Zeit etablieren wird.
Nach Italien im Vorjahr, lag heuer der Schwerpunkt des literarisch-musikalisch-kulinarischen Angebots auf dem Land Frankreich, auf französischer Literatur, Musettewalzern, Chansons und Tangos und französischen Weinen. Das Veranstaltungsmotto „La vie en rose“ orientierte sich insbesondere auch an Musik und Leben der legendären Chansonsängerin Edith Piaf und demzufolge war auch das ein oder andere Piaf-Chanson zu hören.
Für die musikalischen Leckerbissen vom Feinsten sorgte das Duo „As time goes by“ (Thomas Breitsameter und Janusz Myschur) an Violine, Strohvioline und Akkordeon.
Die Buchhändlerin Gertraud Munt bereicherte die Veranstaltung mit interessanter, heiter bis melancholisch anrührender adäquater Literatur – Geschichten, die alle in irgendeiner Form mit dem Land Frankreich und französischem Wein zu tun hatten. Nicht fehlen durfte demzufolge auch die Weinprobe, bei der edle französische Weine von blanc über rosé bis rouge aus dem Winhöringer Weinkabinett Viehbeck verkostet wurden.
Am Ende eines stimmungsvollen Abends waren sich die Besucher einig: Im nächsten Jahr ist eine Wiederholung erwünscht. Die ersten Gespräche dahingehend fanden auch bereits statt, und 2011 stehen dann voraussichtlich „Flamenco & Co.“ auf dem Programm. Denn als musikalisch-literarischer und kulinarischer Hintergrund ist schon mal das Land Spanien anvisiert. Na denn: „Viva Espana!“
Puppentheater „Rumpelstilzchen“ begeisterte Groß und Klein
Rund 85 kleine und große Besucher fanden sich am Samstag vor dem ersten Advent in der Bücherei ein, um mit der armen Müllerstochter mit zu fiebern, die die unlösbare Aufgabe hatte, ihrem König Stroh zu Geld zu spinnen. Rumpelstilzchen, ein kleines, seltsames Männchen, eilte der armen Maid schließlich zu Hilfe, doch zu welchem Preis! Das erste Kind des Mädchens wollte er als Lohn für seine Hilfe haben, es sei denn, die Müllerstochter würde seinen Namen erraten.
So weit, so bekannt. Wie ein einsamer Waldschrat alle Namen dieser Welt zu hören bekommt und am Ende – selbstverständlich mithilfe vom Kasperl – leer ausgeht, davon erzählte dieses Puppenspiel.
Die „Puppenbühne Kunterbunt“ aus Egglham im Landkreis Rottal-Inn, setzte das bekannte Grimm‘sche Märchen mit ihren Hohnsteiner Kasperpuppen sehr lebendig um. Und natürlich wäre am Ende alles nicht so gut ausgegangen, hätten die Kinder nicht so engagiert und lautstark mitgeholfen.










