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77 Jahre kommunalpolitische Erfahrung verabschiedet

Normalerweise findet die Verabschiedung im Anschluss an die letzte Sitzung der Wahlperiode statt. Dies war jedoch im April coronabedingt nicht möglich und wurde nun nachgeholt.

Bürgermeister Karl Brandmüller begann seine Rede zur Verabschiedung der sechs ehemaligen Gemeinderatsmitglieder mit den Worten „Den Wenigsten wurde die Kommunalpolitik in die Wiege gelegt“. Sich kommunalpolitisch zu engagieren heißt, ein offenes Ohr für die Wünsche und Sorgen der Bürger zu haben, Freizeit zu investieren und persönliche Interessen hintan zu stellen. Vor allem heißt es aber auch, an den richtungsweisenden Entscheidungen in der Gemeinde mitwirken zu dürfen. Dies haben die ausgeschiedenen Gemeinderäte viele Jahre lang mit großem Ernst und viel Engagement getan.
Im Einzelnen dankte der Bürgermeister Gina Hahn für 21 Jahre Gemeinderatsmitgliedschaft und Arbeit im Hauptausschuss sowie 18 Jahre Mitgliedschaft im Kindergartenausschuss und Tätigkeit als Schulverbandsrätin. Bürgermeister Brandmüller charakterisierte Frau Hahn als ruhige Zeitgenossin im Gemeinderat, die jedoch bei Themen, die ihr am Herzen lagen, sehr deutlich ihre Meinung zum Ausdruck brachte. Des Weiteren lobte er ihr soziales Engagement, vor allem ihren Einsatz bei der Betreuung der Asylbewerber sowie ihre jährliche Beteiligung am Behindertenausflug der Gemeinde.

 

Weiterer Dank gilt Erwin Raba, der mit Unterbrechung 20 Jahre Gemeinderatsmitglied, 18 Jahre Mitglied des Hauptausschusses und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses war. Von 2002 bis 2008 hatte er das Amt des Sportreferenten inne. Er war laut Bürgermeister der „Sparminister“ des Gemeinderates, immer zum Wohle der Gemeinde und stets bestrebt, möglichst alle Bürger gleich zu behandeln.

Markus Heindlmaier dankte er für 18 Jahre Gemeinderatstätigkeit, davon 12 Jahre im Bauausschuss. Als Referent für Schule lag ihm die Bildung der Kinder sehr am Herzen.

Nach einem Besuch in Pernegg war er so begeistert von der dortigen Blaskapelle, dass er dies im Gemeinderat vorbrachte und damit vielleicht der Auslöser war, dass Winhöring heute einen Musikverein hat.

Roswitha Gumpendobler war dankenswerte 12 Jahre Gemeinderatsmitglied, engagierte sich während der gesamten Zeit im Hauptausschuss sowie 6 Jahre im Bauausschuss. Während ihrer langjährigen Arbeit beim Edeka, war sie immer nah an den Bürgern, die ihr alles zutrugen, was wichtig war oder nicht passte. Trotz oft zeitlicher Schwierigkeiten versäumte sie kaum eine Sitzung.

Der Bürgermeister dankte ebenfalls Elfriede Jung, die von 2014 bis 2020 Gemeinderatsmitglied war. Während dieser Zeit war sie auch im Hauptausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss und ein Jahr im Bauausschuss tätig. Außerdem engagierte sie sich sehr im Planungsteam des Trimm-Dich-Pfades. Sie war die „Fürsprecherin der Ortsteile Unterau und Eisenfelden“ und hat nicht locker gelassen. Daher sind nun die Gemeindeverbindungsstraße „GV6“ und der Fußweg vom Tiefenbach bis zum Bahnhof saniert worden. Schmunzelnd fügte der Bürgermeister an, dass „wenn sie immer recht bekommen hätte, würde es viel mehr Bänke in Winhöring geben.“

Im September 2019 war Frau Renate Strasser-Berndl für den verstorbenen Peter Sauerer im Gemeinderat nachbesetzt worden. Sie hatte sich bereit erklärt, ihre bereits 2014 beendete Gemeinderatstätigkeit wieder aufzunehmen, wofür ihr ebenfalls gedankt wurde.

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